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Home / Motorrad-Hersteller  / BMW / BMW Firmengeschichte - Motorrad - Seite 1
 
 
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BMW Firmengeschichte - Motorrad

 
BMW LogoDie Bayerische Motoren Werke AG (BMW) ist ein deutscher Hersteller von Automobilen, Motorrädern und Motoren. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in München. Im Jahr 2006 erzielte es bei einem Umsatz von 48,999 Mrd. Euro einen Nettogewinn von 2,874 Mrd. Euro. Weltweit beschäftigt der Konzern 106.575 Mitarbeiter und fertigte 1.373.970 Automobile (davon 1.185.088 der Marke BMW) sowie 100.064 Motorräder. Die Aktie des Unternehmens ist im DAX der Deutschen Börse notiert.

Geschichte
Vorgänger von BMW waren die 1913 von Karl Rapp gegründeten Rapp Motorenwerke GmbH. Sie änderten ihren Namen im April 1917 zunächst in BMW GmbH und ein Jahr später, nach der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft, in BMW AG. Der erste Geschäftsführer war bis 1942 Franz Josef Popp. In der jungen Firma machte sich der aufstrebende Ingenieur Max Friz schnell einen Namen: Er entwickelte 1917 einen Flugzeugmotor mit Überverdichtung. Dadurch wurde der Leistungsverlust in der Höhe verringert. Diese Konstruktion bewährte sich so gut, dass BMW von der Preußischen Heeresverwaltung einen Auftrag über 2.000 Motoren erhielt. Am 17. Juni 1919 wurde mit einem BMW IIIa noch heimlich der Höhenweltrekord von 9.760 Metern erzielt, doch mit dem Ende des Ersten Weltkrieges und dem Versailler Vertrag schien bereits das Ende der Firma gekommen zu sein: Der Friedensvertrag verbot es für fünf Jahre, in Deutschland Flugzeugmotoren - damals das einzige Produkt von BMW - herzustellen.

Das erste BMW Motorrad – die R 32
An die Stelle der großen Sechszylinder mit 19 Litern Hubraum und 226 PS treten
1920 Einbaumotoren mit 500 cm³ Hubraum und 6,5 PS. Wegen ihrer zwei gegenüberliegend angeordneten Zylinder und den darin gegenläufig arbeitenden Kolben werden sie als Boxermotoren bezeichnet. Sie führen die Motorräder der Nürnberger Firma Victoria 1921 zu großen Erfolgen.
Die Bayerischen Flugzeug Werke bauen in ihre „Helios“ ebenfalls den BMW Motor und dazu noch ein Getriebe vom selben Hersteller ein. BMW wird 1922 durch die Übernahme dieser Firma unweit des bisherigen Werksgeländes selbst zum Motorradhersteller.  Doch Victoria betreibt eigene Weiterentwicklungen und die Helios hat konstruktive Mängel. Also entschließen sich BMW Generaldirektor Franz-Josef Popp und seine Ingenieurskollegen zur „Flucht nach vorn“: Der gute Ruf von BMW als Motorenhersteller lässt sich mit einem eigenen modernen Motorrad am Besten untermauern.

Max Friz dreht den Boxermotor
Max Friz, der Konstrukteur des ersten BMW Motorrads, hat sich bereits vor dem 1. Weltkrieg einen Ruf als hervorragender Techniker erworben. Beteiligt am sensationellen Grand Prix-Siegerwagen von 1914, dem Vierventil-ohc-Mercedes, wechselt Max Friz 1917 zu BMW und entwirft mit dem Flugmotor Typ IIIa das fortschrittlichste Aggregat seiner Zeit. Der kleine M 2 B 15, der vom Kollegen Martin Stolle entwickelte Motorradmotor, stellt da keine Herausforderung dar, aber die Vorgabe, um den Boxer herum ein ganz neues Motorrad entstehen zu lassen, entfacht schließlich doch den ganzen Ehrgeiz des erfolgsgewohnten Ingenieurs.
Im Gästezimmer seines Hauses gegenüber dem Werksgelände lässt er ein großflächiges Zeichenbrett und einen Ofen installieren. Noch im Dezember 1922 stellt er sein Konzept in Originalgröße fertig. Für den vorhandenen Motor sieht Max Friz den Einbau quer zur Fahrtrichtung vor. Damit liegt die Kurbelwelle längs. Das Getriebe mit ebenfalls längs angeordneten Wellen
wird über eine Reibungskupplung direkt angetrieben, die beiden Gehäuse werden miteinander verschraubt. Die Antriebsverbindung zwischen Getriebe und Hinterrad stellt eine Kardanwelle her. Boxermotoren gibt es bereits mehrere, ebenso den Quereinbau beim englischen
 
BMW R 32
BMW R 32
ABC-Motorrad, den Kardanantrieb bei den FN-Motorrädern aus Belgien und der Pierce in USA. Max Friz fügt diese Einzelheiten jedoch als Erster zu der bestechend harmonischen Konstruktion der BMW R 32 zusammen.

Premiere in Berlin
Auf der Deutschen Automobil-Ausstellung in den Messehallen am Kaiserdamm in Berlin präsentiert BMW neben seiner Motorenpalette am 28. September 1923 erstmals offiziell ein eigenes Motorrad. Die Münchener treffen auf die Konkurrenz von 132 Motorradherstellern im eigenen Land, ernten aber gleichzeitig großen Beifall für die absolut eigenständigen technischen Lösungen ebenso wie für das gelungene, zukunftsweisende Erscheinungsbild ihrer Neuvorstellung.

Die BMW R 32 geht noch vor Jahresende in die Serienfertigung und die ersten Motorräder gelangen nach dem Ende der inflationären Geldentwertung in Deutschland für 2 200 Mark in Kundenhand. Obwohl sie damit eines der teuersten Motorräder auf dem Markt ist, verkauft sie sich sehr gut.

Neuer Qualitätsmaßstab
Nicht nur die glattflächige Motor-Getriebe-Einheit des BMW Motorrads unterscheidet es von den Konkurrenten sondern auch die Rahmenbauweise mit zwei parallel verlaufenden geschlossenen Stahlrohr-Schleifen. Die tiefe Einbauposition des flachen Boxermotors verbessert die Schwerpunktlage und damit die Fahreigenschaften ganz erheblich. Die Vorderradgabel gestattet zwar nur geringe Federwege, die Verwendung der Blattfedern bringt jedoch eine gewisse Eigendämpfungswirkung mit sich.

Die tiefschwarze Einbrenn-Lackierung und die aufwendigen weißen Zierlinien setzen Maßstäbe in der Verarbeitungsqualität. Aber noch wichtiger ist dies bei den technischen Komponenten. Die ersten BMW Fahrer können mit Stolz darauf verweisen, dass ihnen die Erfahrungen des Flugmotorenherstellers bestens zugute kommen. Das betrifft die Materialauswahl – beispielsweise die erstmalige Verwendung von Leichtmetall als Kolben-Werkstoff – und eine Funktionssicherheit und Zuverlässigkeit wie sie im Motorradbau noch kaum anzutreffen ist.

Es gibt keinen anfälligen Kettenantrieb zwischen Motor und Getriebe, keine Kette oder einen Riemen zum Hinterrad, die Ventilschäfte und Federn sind oben auf den Zylindern staub- und öldicht gekapselt. Zusammen mit dem geschlossenen Schmierungskreislauf hat das sowohl ein sauber bleibendes Motorrad als auch eine erheblich vereinfachte Wartung zur Folge.

Erfolg im Motorsport
Die beste Werbung für ein neues Motorrad und besonders für eine neue Marke stellen in dieser Zeit Sporterfolge dar. Das weiß auch der junge Diplom-Ingenieur Rudolf Schleicher, der nach dem Abschluß der konstruktiven Detailausarbeitung für die R 32 wieder an seine vor kurzem begonnene Rennfahrerkarriere denkt. Beim Bergrennen auf die Mittenwalder Steig erzielt er am 2. Februar 1924 Tagesbestzeit mit seiner BMW und schreibt sich als erster Sieger in die Motorsportgeschichte der Bayerischen Motoren Werke ein.

Mit einem von Rudolf Schleicher konstruierten Zylinderkopf aus Leichtmetallguss, mit hängend (ohv) angeordneten und unter einer Abdeckhaube gekapselten Ventilen gehen am 18. Mai 1924 drei BMW Werksfahrer an der Stuttgarter Solitude an den Start und gewinnen in drei Klassen. Weitere
Siege bei den bedeutendsten Rennen in ganz Deutschland sowie der erste Meistertitel durch Franz Bieber etablieren BMW bereits im ersten Rennjahr als führendes Fabrikat. Werks- und Privatfahrer auf den Motorrädern aus München dominieren in den folgenden Jahren den deutschen Motorradsport.

Bei der Internationalen Sechstagefahrt 1926 in England sorgen die ungewöhnlichen Boxer mit Kardanantrieb und keinem einzigen Ölspritzer trotz hartem Einsatz für Aufsehen im Mutterland des Motorradsports. Die Siege von Paul Köppen und Ernst Henne bei der Targa Florio in Sizilien lassen auch in Italien aufhorchen.

Weiterentwicklung und Innovation
In schneller Folge wartet BMW mit Neuerungen auf, die immer weiter steigende Nachfrage bestätigt diese Vorgehensweise. Zu den weiterhin seitengesteuerten Tourenmodellen kommen jeweils leistungsstarke aber teure und exklusive Sportmaschinen mit ohv-Motoren ins Programm. Trotz Wirtschaftskrise kann BMW 1931 mit der R 2 erfolgreich in der 200 cm³-Einstiegsklasse Fuß fassen. Auch das Einzylindermodell wartet mit Kardanantrieb und gewohnten Details der großen BMW auf.

Stabile Pressstahl-Fahrgestelle lösen die Rohrrahmen ab. Zwischen den jetzt mit 750 cm³ Hubraum ausgestatteten Boxern und dem kleinen Einzylinder wird nun auch die Mittelklasse mit einem Einzylinder mit 400 cm³ bedient. Jahr für Jahr gibt es Modellpflegemaßnahmen an allen Typen. 1935 präsentiert BMW bei R 12 und R 17 die erste Teleskop-Vorderradgabel mit hydraulischer Dämpfung als weiteren Meilenstein im Motorradbau.
 
BMW R 17
BMW R 5
Bild oben: BMW R 17
Bild unten: BMW R 5

Im Jahr darauf nimmt mit der R 5 eine völlig neue Modellgeneration ihren Anfang. Konisch gezogene Stahlrohre mit elliptischem Querschnitt sind per Schutzgasschweißung verbunden. Die Telegabel hat verstellbare Dämpfer. Der neue 500 cm³-Motor weist zwei Nockenwellen und ein einteiliges Tunnel-Motorgehäuse auf. In den Fahrleistungen kann diese neue BMW mit den schnellsten englischen Konkurrenten mithalten, in Sachen Fahrkomfort ist sie deutlich überlegen. Eine nochmalige Steigerung erfolgt 1938 durch die R 51 mit Geradweg-Hinterradfederung.


Deutsche Schule im Motorradbau
Während neue Rohrrahmenmodelle eine Modernisierung des BMW Programms vollziehen, bestehen die Dienststellen bei Polizei, Post und Militär auf die Pressstahlmodelle. Die R 12 Boxer und R 35 Einzylinder werden weiterhin in großen Stückzahlen bestellt. Nicht nur diese besondere Rahmenbauart sondern auch die Boxermotoren dienen als Vorbild für einige Konkurrenten wie beispielsweise Zündapp in Nürnberg oder Gnome Rhône in Frankreich.

BMW Motorräder gelten bald als herausragende Vertreter der so genannten „Deutschen Schule“ im Motorradbau und finden im Ausland immer mehr Zuspruch. Gefragt sind die bereits sprichwörtliche Qualität und Zuverlässigkeit, aber auch fortschrittliche und charakteristisch eigenständige technische Lösungen. Telegabel und Hinterradfederung, geschlossene Leichtmetall-Zylinderköpfe und verwindungssteife, große Bremsankerplatten aus dem selben Gussmaterial, glattflächige Motorblöcke, breite Schutzbleche und Fahrerkomfort gewinnen damit auch für andere Motorradhersteller an Bedeutung.


Weltrekorde und Meisterschaften
Die Idee stammt von Ernst Henne, und er sitzt auch im Sattel, als es um den absoluten Geschwindigkeits-Weltrekord für Motorräder geht. Er beginnt 1929 mit 216,75 km/h und fährt in der Folgezeit 76 Weltbestleistungen bis zu seinen phänomenalen 279,5 km/h am 28. November 1937. Dieser Rekord hat 14 Jahre lang Bestand. Die Rekordfahrten verschaffen BMW endgültig Weltgeltung als Motorradhersteller.

Zunächst verhilft die Leistungssteigerung mit Kompressor-Aufladung den ohv-Rennmotoren auf Serienbasis zu Renn- und Rekorderfolgen. Ebenfalls mit Kompressor aber an den von Rudolf
 
Ernst Henne und sein ewiger Rekord
1937: Ernst Henne und sein ewiger Rekord
Schleicher konstruierten, aufwendigen Rennmotoren mit zwei obenliegenden Nockenwellen pro Zylinder (angetrieben von Königswellen) montiert, können BMW Rennmotorräder ab 1935
den führenden englischen und italienischen Konkurrenten Paroli bieten.

Den ersten Grand Prix-Siegen 1936/37 folgt 1938 schließlich der Europameister-Titel, der einer heutigen Weltmeisterschaft gleichkommt. Mit dem neuen Mitglied im BMW Team, dem bisherigen Geländefahrer Schorsch Meier, wird die Kompressor-BMW nahezu unschlagbar. Er vermag die hohe Motorleistung und das geringe Fahrzeuggewicht am Besten auszuspielen und sorgt 1939 mit seinem Sieg bei der Senior-TT für den größten Rennerfolg für BMW. Die Tourist Trophy auf der Isle of Man
gilt als die größte Herausforderung im Motorradsport.

BMW Werksfahrer gewinnen in den Jahren 1933 bis 1935 auch noch dreimal mit der Internationalen Sechstagefahrt die bedeutendste Zuverlässigkeits- und Geländeprüfung. Voller Staunen über diese Erfolgsbilanz sprechen einige Fachleute vom „Besten Motorrad der Welt“ und meinen damit die Boxer BMW.

 
 
 
 

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