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Home / Motorrad-Hersteller  / BMW / BMW Firmengeschichte - Motorrad - Seite 2
 
 
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BMW Firmengeschichte -Motorrad - Seite 2

 
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Geländemotorrad mit drei Rädern
Als Großabnehmer für Motorräder sind die Militärdienststellen in den Dreißiger Jahren für BMW wichtige Kunden. Einzylinder vom Typ R 4 und R 35 werden als Ausbildungs- und Kurierfahrzeuge genutzt, die R 11 und R 12 als Gespannmaschinen mit Seitenwagen, zur schnellen Beförderung von Soldaten oder für eilige Lieferungen. Eine neue Aufgabenstellung entsteht in der Kriegsvorbereitung der Deutschen Wehrmacht, geländegängige Motorradgespanne könnten die Kavallerie ersetzen, statt Reitern sollen Kradschützen angreifen. Das Oberkommando des Heeres gibt dazu eigene Konstruktionsrichtlinien vor. Ein angetriebenes Seitenwagenrad sowie Geländeuntersetzungen und ein Rückwärtsgang im Getriebe werden gefordert.
 
Bei BMW entsteht mit der R 75 eine komplette Neukonstruktion mit 750 cm³-ohv-Motor, Rahmen in Mischbauweise mit Zentralprofil und angeschraubten Rohrverbindungen, Telegabel mit doppelwirkender hydraulischer Stoßdämpfung und der geforderten Antriebstechnik. Zum Seitenwagenantrieb mit einer Querwelle kommt noch ein Sperrdifferential hinzu. Das 420 kg schwere Gespann kann, wie gefordert, eine Last von über acht Zentnern bewältigen. In der Geländegängigkeit setzen die Fahrzeuge mit angetriebenem Seitenwagenrad völlig neue Maßstäbe, sie zeigen sich einem Automobil mit Allradantrieb deutlich überlegen. BMW baut 1941–  
BMW R75/3 Gespann
1942: BMW R75/3 Gespann
1944 über 18 000 Exemplare des „Wehrmachtgespanns“ R 75, die Produktion läuft ab Oktober 1942 im BMW Automobilwerk Eisenach.

Neubeginn mit einem Zylinder
Motorradteile und Produktionseinrichtungen befinden sich im 1928 von BMW übernommenen Automobilwerk Eisenach, 1947 unerreichbar im sowjetisch verwalteten Sektor des geteilten Deutschland gelegen. Dort läuft die Fertigung an, während in München alles demontiert ist, und auch die Konstruktionsunterlagen beschlagnahmt sind. Von BMW Händlern stammen die Einzelteile, die Alfred Böning als Muster zur Entwicklung eines neuen Motorrads dienen. Das 250 cm³-Einzylindermodell R 24 geht vor Jahresende 1948 in Produktion.
 
In den nächsten sechs Jahren verzeichnen die deutschen Motorradhersteller nie gekannte Verkaufsrekorde. BMW hat ab 1950 auch wieder Zweizylinder-Boxer im Programm, doch die Einzylinder bringen die höchsten Stückzahlen. Von der R 25/3 werden in vier Jahren 47 700 Exemplare produziert.

Das Markenimage wird erneut durch Sporterfolge unterstrichen, Hunderttausende sehen Schorsch Meier und Walter Zeller auf den BMW Rennmaschinen siegen. Einen Siegeszug ohnegleichen legen die BMW Rennboxer vom Typ
 
BMW R 25/3
Verkaufsschlager - BMW R 25/3
RS mit Königswellen und zwei obenliegenden Nockenwellen pro Zylinder in der Seitenwagenklasse hin. Von 1954 bis 1974 gewinnen sie 19 Weltmeisterschaften, allein sechsmal heißt der Sieger Klaus Enders.


Hochgeachtete Eigenwilligkeit
Mit der R 51/3 kommt 1951 eine neue Generation Boxermotoren auf den Markt. Es wird dabei noch mehr auf Zuverlässigkeit und erheblich verbesserte Laufruhe Wert gelegt. Die R 68 erscheint 1952 als erster so genannter „100 Meilen-Renner“ von BMW, sie ist mit 160 km/h Spitzengeschwindigkeit eine rassige Sportmaschine für die Straße.
 
Ein neu entwickeltes Fahrwerk sorgt 1955 für Aufsehen. Die „Vollschwingen“-BMW setzt mit Spurtreue und Federungskomfort ihrer Schwingen-Radaufhängungen für Vorder- und Hinterrad völlig neue Maßstäbe im Motorrad­bau. Die ganze Modellpalette vom Einzylinder R 26 über die Touren-Boxer R 50 und R 60 bis zum leistungsstarken Sport-Tourer R 69 wird in dieser Ausführung angeboten. BMW Motorräder werden weltweit zum Inbegriff höchster technischer Verfeinerung im Hinblick auf Qualität und Fahreigenschaften. Langlebig, wartungsarm, zuverlässig und standfest auch bei hartem Einsatz über lange Zeit hinweg – das ist charakteristisch für die Motorräder aus München, im Solo- wie im Gespannbetrieb mit Seitenwagen.  
Touren-Boxer BMW R 50
Touren-Boxer BMW R 50

Der Motorradboom in Deutschland ist mit Beginn der Sechziger Jahre vorbei. Behördenaufträge und die Auslandsnachfrage rechtfertigen eine um zwei Drittel verringerte Produktion bei BMW noch für einige Jahre. Gleichzeitig gewinnt in München die Automobilproduktion erheblich an Bedeutung. BMW Direktor Helmut Werner Bönsch hält trotzdem fest zum Motorrad, er sagt: „Motorradbau braucht Leidenschaft, er ist ein Kunsthandwerk für Ingenieure, die in ihrem Herzen jung geblieben sind.“

Moderne Motorräder für den Welterfolg
In Europa hat das Motorrad als Verkehrsmittel ausgedient, in den USA beginnt es Mitte der Sechziger Jahre, ein gefragtes Freizeit- und Sportinstrument zu werden. Auf diesem lukrativen Markt werden die Trends in Technik und Design gesetzt. Zur großen Überraschung von Konkurrenz und Publikum präsentiert BMW im Herbst 1969 eine komplett neu entwickelte Motorradpalette, deren Entwicklung bereits auf dem Tiefpunkt des Motorradabsatzes begonnen wurde. Der Zeitpunkt hätte nicht besser gewählt sein können, neue hubraumstarke Modelle erscheinen bei allen Herstellern in England, Italien und Japan. Die neuen Motorräder stoßen auch in Europa wieder auf zunehmendes Interesse.

Es bleibt beim Zweizylinder-Boxermotor, doch dieser ist vollkommen neu konstruiert. Zu den 500 und 600 cm³-Versionen kommt nun als Topmodell R 75/5 auch ein Motorrad für die im Blickpunkt stehende 750er-Klasse auf den Markt. Neu sind aber nicht nur die Motoren – bei der R 75/5 erstmals mit Gleichdruckvergasern und elektrischem Anlasser – und die leichteren, modernen Fahrgestelle mit entsprechenden Handling-Vorteilen. Die neuen BMW Motorräder kommen jetzt nicht mehr aus München, ab September 1969 werden sie in Berlin-Spandau in einem früheren BMW Flugmotoren­werk gebaut. Die stark expandierende Automobilproduktion hat  
BMW R 75/5
1969: BMW R 75/5
diesen Umzug sinnvoll erscheinen lassen. Entworfen, konstruiert und entwickelt werden die Motorräder auch weiterhin in München.


Weiterentwicklungen auf bewährter Basis
Die Nachfrage steigt, in Berlin rollen über 20 000 Motorräder im Jahr aus den Werkstoren. 1973 wird der 50. Geburtstag des BMW Motorrads mit der Fertigstellung des 500 000. Exemplars gefeiert. Die R 90 S wartet noch im selben Jahr mit mehr Hubraum und einem deutlichen Leistungszuwachs auf. Der sportliche Charakter der Neuerscheinung wird durch die erste Cockpitverkleidung an einem Serienmotorrad unterstrichen. Reg Pridmore gewinnt 1976 auf einer modifizierten R 90 S die US-Superbikemeisterschaft.

Eine erneute Hubraumvergrößerung und die erstmalig im Serienmotorradbau komplett als
 
BMW R 90 S
1973: BMW R 90 S
integraler Bestandteil des Motorrades entwickelte und im Windkanal getestete Vollverkleidung zeichnen 1976 den Sport-Tourer R 100 RS aus. Ein Motorrad, das neue Maßstäbe für Langstrecken-Komfort und realistisch einsetzbare Fahrleistungen setzt. Mit R 45 und R 65 folgt 1978 auch eine Programmerweiterung mit kleineren Boxer-Modellen. Es gibt jetzt acht verschiedene BMW Modelle mit 473, 599, 649, 797 und 980 cm³ Hubraum.


Erfolge in der Wüste

Den erfolgreichen Einsätzen des BMW Werks-Teams im Geländesport folgt 1980 das Serienmodell R 80 G/S. Das zu dieser Zeit hubraumstärkste Enduro-Motorrad ist gleichermaßen gut für die Straße wie für Abstecher ins Gelände geeignet. BMW legt damit die Basis für ein gänzlich neues Marktsegment, das der großvolumigen Reiseenduros. Eine aufsehenerregende Neuerung ist die Einarmschwinge, BMW Monolever genannt, als Hinterradaufhängung. Bei der Langstrecken-Rallye von Paris nach Dakar im westafrikanischen Senegal sind BMW Geländemaschinen von Anfang an dabei. Im dritten Anlauf 1981 setzt sich der  
BMW R 80 G/S
1980: BMW R 80 G/S
Boxer mit der sicheren Fahrtwindkühlung, dem tiefliegenden Schwerpunkt und seiner Wartungs­freundlichkeit mit dem Kardanantrieb endgültig durch. Der französische Wüstenspezialist Hubert Auriol gewinnt die Motorradwertung und kann seinen Erfolg 1983 wiederholen. Die weiterhin auf Serienmodellen basierenden 1000 cm³-Zweizylinder siegen auch 1984 und 1985, der ehemalige Moto Cross-Weltmeister Gaston Rahier aus Belgien fährt der Konkurrenz auf und davon.

Die R 80 G/S und die nachfolgende R 100 GS werden zu Erfolgsschlagern im BMW Programm. Insbesondere die Fernreisenden unter den Motorradfahrern bevorzugen weltweit die BMW Enduros, und das nicht nur bei Wüstenfahrten. Als neues Markenzeichen findet sich die Einarmschwinge bald auch bei den anderen BMW Motorrädern.

Eine ganz andere und doch typische BMW
Vier Zylinder und Flüssigkeitskühlung sind 1983 für moderne Hochleistungs-Motorradmotoren Stand der Technik. Dem BMW Ingenieur Josef Fritzenwenger gelingt es jedoch – genau wie seinem Kollegen Max Friz 60 Jahre zuvor – damit ein individuelles technisches Konzept zu erstellen. Unter der Bezeichnung BMW Compact Drive System wird der Längseinbau der Kurbelwelle, der direkte Kraftschluß mit dem Getriebe, nunmehr über eine gegenläufige Zwischenwelle, und der
Kardanantrieb zum Hinterrad beibehalten. Der 987 cm³-Reihen-Vierzylindermotor wird längs liegend eingebaut, die Kurbelwelle ist in Fahrtrichtung gesehen rechts angeordnet, der Zylinderkopf mit den zwei obenliegenden Nockenwellen links.

Die BMW K 100 geht mit elektronischer Kraftstoffeinspritzung und 90 PS an den Start, die komplette Antriebseinheit hängt in einem leichtgewichtigen Gitterrohr-Brückenrahmen. Zum Basismodell kommen der Sporttourer K 100 RS mit einer neuartigen, sehr effektiven Verkleidungsform und die Tourenvariante K 100 RT mit ausladenderem Verkleidungsoberteil dazu. Zwei Jahre nach der Premiere der K-Modellreihe ergänzt eine 740 cm³-Dreizylinder-Variante die Reihenmotor-Palette. Auch die K 75 wird in verschiedenen Ausführungen mit einem eigenen Verkleidungsprogramm angeboten.
 
BMW K 100 RT
1983: BMW K 100 RT


Sicherheit für den Fahrer und Umweltfragen
Als einziger Motorradhersteller kümmert sich BMW schon seit den Siebziger Jahren selbst um die Entwicklung von Fahrerausrüstungen einschließlich der Motorradhelme. Die Helme mit aufklappbarem Vorderteil setzen neue Maßstäbe in der Motorradwelt und werden auch gern von Fahrern anderer Motorradmarken gekauft.

Sicheres Fahrverhalten durch gute Fahrwerke und Bremsen ist von je her ein Vorzug an BMW Motorrädern. Ein ganz besonderer Meilenstein wird 1988 mit der Einführung des ersten Anti-Blockier-Bremssystems im Motorradbau präsentiert. Nach intensiver Versuchsarbeit ist es nun möglich, das Blockieren der Räder und die daraus resultierenden Stürze zu verhindern.
Der entscheidende Sicherheitsvorteil wird von den Käufern erkannt und findet großen Anklang.
Ebenso ergeht es den unterschiedlichen Angeboten zur Reduzierung des Schadstoffausstoßes an den BMW Motorrädern. Ab 1991 erfolgt die Einführung dieser Technologien im gesamten Modellprogramm. Bei den Boxern gibt es das Abgasnachverbrennungs-system SLS (Sekundärluft­system), K 75 und K 100 warten mit ungeregelten Katalysatoren auf.

Die K 1 als Topmodell mit aerodynamisch gestalteter Karosserie einschließlich Vorderrad- und Heckverkleidung bekommt serienmäßig als erstes Motorrad der Welt einen geregelten Dreiwege-Katalysator. Ihr Vierventil-Vierzylindermotor mit dem digital gesteuerten elektronischen Motormanagement bietet die geeigneten Voraussetzungen.
 
BMW K 1
BMW K 1 - Erstes Serienmotorrad der Welt mit geregelten Dreiwege-Katalysator


1000 000 BMW Motorräder

Im ersten vollen Produktionsjahr 1924 entstehen gut 1500 BMW Motorräder, 1935 sind es 10 005 und 1939 mehr als doppelt so viele. Die Rekordzahl von 1954 mit 29 699 wird erst 1977 übertroffen, danach gibt es für einige Jahre wieder Schwankungen in den Produktionszahlen.
Ein Werkserweiterung mit Neubauten für die Fertigung der K-Modellreihe erweitert die Kapazitäten in Berlin, BMW ist damit für die rasant ansteigende Nachfrage in den Neunziger Jahren gerüstet. Am 18. März 1991 rollt eine K 75 RT als einmillionstes BMW Motorrad vom Fertigungsband. Knapp zehn Jahre danach ist bereits die erste Million allein aus Berliner Produktion erreicht. Die 2-Ventil-Boxer von 1969–1996 stellen dabei mit 512 644 Stück noch den größten Anteil, aber die Vierventiler holen immer schneller auf...


Die neue Boxergeneration
Das Grundprinzip des Boxers bleibt unverändert: Zylinder rechts und links in den Fahrtwind ragend, Getriebe angeblockt, Kardanantrieb zum Hinterrad. Doch sonst ist alles neu an der 1993 vorgestellten BMW R 1100 RS. In den Zylinderköpfen arbeiten je vier Ventile, betätigt über kurze Stößel von den halbhoch unterhalb angeordneten Nockenwellen. Die digitale Motorelektronik sorgt für 90 PS aus 1085 cm³ und zusammen mit dem geregelten Katalysator für umweltfreundliche Abgaswerte.

Die Antriebseinheit bildet ein tragendes Element, es gibt keinen Rahmen im herkömmlichen Sinn
 
BMW R 1100 RS
1993: BMW R 1100 RS
mehr. Das Vorderrad wird vom Telelever geführt, einer neuartigen Kombination aus Dreieckslenker-Schwinge und Teleskopgabel, die sich am Motorblock abstützt und Vorteile bei Fahrkomfort und Fahrsicherheit bietet.

Dies vor allem auch mit der weiterentwickelten Bremsanlage, wahlweise mit dem BMW ABS II ausgestattet. Das Hinterrad ist in der von K 1 und R 100 GS her bekannten Doppelgelenk-Einarmschwinge Paralever montiert, deren Federbein sich gegen einen Hilfsrahmen am Fahrzeugheck abstützt. Das Karosserie-Design des neuen BMW Sporttourers ist Bestandteil des technischen Gesamtkonzepts und betont den Boxermotor. Das Bekenntnis zum traditionellen und nach wie vor einzigartigen BMW Motorradkonzept findet auf der ganzen Welt Beifall. Das schlägt sich in zahlreichen Auszeichnungen für das neue Modell ebenso nieder wie in den schnell ansteigenden Verkaufszahlen.

 
 
 
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