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Die Helmabnahme nach einem Unfall

 

Grundsätzlich kann jeder mit einem Motorradunfall konfrontiert werden. Gerade darum ist es besonders wichtig zu wissen, was in solch einem Fall zu tun ist.
MotorradunfallDenn trotz ausreichender Aufklärungskampagnen herrscht leider in weiten Teilen der Bevölkerung immer noch die Meinung, dass Ersthelfer beim bewusstlosen Motorradfahrer den Helm nicht abnehmen dürfen oder sollen. Doch diese Meinung ist absolut falsch. Es ist heutzutage vorgeschrieben, den Schutzhelm in jedem Fall abzunehmen. Da der Helm die Kontrolle von Bewusstsein, Atmung und Kreislauf und das Durchführen der lebensrettenden Sofortmaßnahmen erschweren oder gar verhindern kann. Beispiele: Gerade das Freihalten der Atemwege ist bei einem bewusstlosen Motorradfahrer wichtig. Da mit Helm, nach einem Erbrechen die Mundhöhle nicht gesäubert werden kann und somit in die Lunge eindringt. Der Erstickungstod droht nach kurzer Zeit. Ebenso ist eine effektive Seitenlage nicht möglich. Aber auch das Überstrecken des Kopfes ist mit Helm nicht machbar.
Häufig besteht bei vielen Leuten die Angst, dass durch unsachgemäßes Handeln, dem Verletzten zusätzlich zu schaden. Diese ist allerdings weitgehend unbegründet. Da die Bewegungen der Helmabnahme zu keinen Verhältnis zu den Kräften der beim vorhergehenden Unfall auf dem Verletzten eingewirkt haben stehen.

Grundsätzlich gilt:
Jeder Helm, unwichtig welcher Bauart, muss bei Bewusstlosigkeit entfernt werden!

HelmabnahmeIm Idealfall werden durch zwei Helfer der Helm abgenommen. Ist jedoch diese Situation nicht gegeben, so muss und kann die Helmabnahme auch alleine durchgeführt werden. Was allerdings nur schwer möglich ist, ohne Manipulation der Wirbelsäule des Opfers abzunehmen. Deshalb sollte unbedingt versucht werden einen zweiten Helfer an die Unfallstelle zu bitten.
In einem Ersten Hilfekurs unter fachgerechter Anleitung kann so etwas erlernt und geübt werden.


Die Durchführung:

- Den Betroffenen (falls nötig) vorsichtig auf dem Rücken drehen
- Nun folgt das Ansprechen und das überprüfen der Bewusstseinslage.
- Ein Ersthelfer kniet oberhalb des Kopfes und stabilisiert den Hals, indem er von oben mit beiden Händen Unterkiefer und Helm des Verletzten umfasst und somit einen leichten Zug aufbaut der bis zum Ende der Helmabnahme aufrecht erhalten werden soll.
- Der zweite Helfer kniet seitlich am Kopf des Verunglückten und klappt das Visier (falls vorhanden) des Helmes hoch und öffnet den Kinnriemen.
- Anschließend greift er mit beiden Händen, soweit wie möglich am Hals entlang in den Helm hinein. Und stützt Kopf/-Nackenbereich von unten in Längsachse. Somit übernimmt er die Aufgabe des ersten Ersthelfers, den aufgebauten Zug aufrechtzuerhalten.
- Nun kippt der erste Helfer den Helm nach hinten bis zur Nasenspitze des Opfers und zieht den Helm gleichmäßig nach hinten ab, währen der zweite Helfer weiterhin für die Stabilisierung des Kopfes und Halswirbelsäule sorgt.
- Jetzt wird der Kopf des Betroffenen unter Beibehaltung der Stabilisierung (was nun der erste Helfer wieder übernimmt) vorsichtig auf dem Boden gelegt.
- Der zweite Helfer öffnet nun den Mund des verunglückten und entfernt ggf. sichtbare Fremdkörper. Anschließend beugt er den Kopf nackerwärts und übernimmt die Kontrolle der Atmung.
- Die stabile Seitenlage wird nun (ebenfalls vom zweiten Helfer) vorsichtig angestrebt, wobei der erste Helfer den Kopf des Betroffenen vorsichtig in Drehrichtung mitführt. Dabei aber weiterhin auf die Stabilisierung der Halswirbelsäule achtet.

Jetzt heißt es warten bis der alarmierten Rettungsdienst vor Ort ist.

Merke:
Nur bei Bewusstlosigkeit oder mit dem Einverständnis des Betroffenen darf die Abnahme des Helmes erfolgen.

Achtung:
Dies dient lediglich zur theoretischen Verständnis und ist kein Ersatz für eine praktische Übung, die in jedem Fall gemacht werden sollte. Deshalb ist unsere Empfehlung, den Erste-Hilfe-Kurs hin und wieder mal auffrischen.

Fotos by: Pierre Landry, laurent dambies - Fotolia.com
 
 
 
 
 
 
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