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Biken in einer Gruppe


Ein gemeinsamer Ausritt mit Biker-Freunden hat schon seinen ganz besonderen Reiz. Jedoch gibt es hier auch jede Menge zu beachten, damit die Tour nicht den Spaßfaktor und vor allem nicht an Sicherheit verliert. Falsches Verhalten in solch einer Gruppe führt immer wieder zu schweren Unfällen.

Das Fahren in einer Gruppe erfordert Organisation, Absprache und Disziplin. Als erstes sollte jeder Fahrer eine Beschreibung der Route mit den geplanten Stopstellen und der Endadresse erhalten. Damit jeder sein Ziel bzw. den Anschluss im ungünstigen Fall auch alleine finden kann. Vor jeder Fahrt in einer Gruppe muss immer ein Vordermann ("Frontman") und ein Schlussmann ("Tail- end Charlie") festgelegt werden. Am besten setzt man einen Zurückhaltenden, Erfahrenen mit Routine und Streckenkenntnisse an die Spitze. Denn er muss einfach weniger über die Fahrtechnik nachdenken und kann sich somit problemloser mit dem Finden des richtigen Weges beschäftigen. Das Schlußlicht sollte ebenso von einem erfahrenen Biker mit einem möglichst leistungsstarkem Bike gebildet werden. Die Biker mit weniger Erfahrung und leistungsschwächeren Maschinen sollten in der Mitte der Gruppe fahren (Die langsameren Motorräder werden nach vorne genommen, da sie das Tempo bestimmen sollen). Die Reihenfolge sollte über die ganze Tour eingehalten werden, also kein Überholen innerhalb der Kolonne.

Auch ist es wichtig, die Gruppe klein zu halten. Sind es mehr als 10 Biker, empfiehlt es sich die Gruppe entsprechend seinem Leistungsvermögen zu teilen und zu einem verabredeten Zeitpunkt wieder zu treffen. Somit wird gewährleistet, daß kein Biker überfordert oder nur gelangweilt dem Vordermann hinterher fährt.

Klar sollte auch für jeden sein, daß die Geschwindigkeitsbeschränkungen eingehalten werden. Logisch ist dabei aber auch, das die hinteren Fahrer meist kurzfristig etwas schneller sind als die Vorderen, da sie ja schließlich immer wieder mal aufrücken, damit der Verband einigermaßen geschlossen bleibt. Prinzipiell gilt, daß man in einer geschlossenen Formation immer versetzt fährt. So, daß jeder Biker einen freien Blick auf die Fahrbahn und somit mögliche Gefahrenquellen hat. Man sollte immer mit der Blicktechnik fahren wie man auch alleine fährt. Wer dem Vordermann blind folgt, begeht wahrscheinlich auch dessen Fahrfehler. Auch der Sicherheitsabstand sollte unbedingt eingehalten werden. Wichtig ist auch: Jeder ist verantwortlich für seinen Hintermann! Soll heissen, wenn man sieht, daß der Biker hinter einem langsamer wird oder ihn gar aus den Augen verloren hat, Geschwindikeit drosseln, sich bei seinem Vordermann bemerkbar machen ( hier ist eine Gegensprechanlage sehr von Nutzen), so daß am Ende die ganze Gruppe dementsprechend handeln und ggf. anhalten kann.

An Ampeln oder dergleichen halten immer zwei Biker nebeneinander und fahren auch miteinander wieder los. Somit ist auch gewährleistet, daß alle recht schnell weg kommen. Die richtige Reihenfolge der Gruppe wird klar sofort wieder eingenommen.
Riskant ist vor allem das Überholen. Hier liegt viel in der Verantwortung des Leiters, der mangelnde Erfahrung und geringe Motorleistung seiner Nachfolger immer mit einrechnen sollte. Klar ist aber auch, daß jeder für sich selbst verantwortlich ist und deshalb nicht blind beim Überholen einfach mitziehen, sondern nur nach eigener Einschätzung überholen sollte.

Zu guter letzt noch ein Tipp:
wenn einer tankt, dann tanken alle, da das ständige Anhalten ganz schön stressen kann. Ebenso ausreichende Pausen einlegen, damit Spaß und Konzentration nicht verloren gehen.
 
Foto by: Wendy Kaveney - Fotolia.com
 
 
 
 
 
 
 
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